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Bericht vom Treffen am 13. Juni 2009

Am Samstag, dem 13. Juni 2009, fand im Hof der Brahmsstraße 12 ein erstes Treffen der Anwohner und Interessenten statt. Dabei hatte die Bürgerinitiative „Pro Brahmsstraße” Gelegenheit, die eigenen Standpunkte und Argumente vorzustellen.

Der Teufel ist ein Eichhörnchen: Teils wegen des sommerlichen Wetters oder dem durch einen Brückentag verlängerten Wochenende, teils aus anderen Gründen konnten einige der Besucher nicht kommen, die das zugesagt hatten. Das war allenfalls schade, weil ihnen dadurch zunächst einige wichtige Informationen entgingen. Diese werden hier nachgereicht.

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Zusammenfassung

Das Treffen begann um 16:00 Uhr. Die frühen Besucher nutzten die Gelegenheit, sich miteinander bekannt zu machen und im persönlichen Gespräch auszutauschen. Die bekannten Beiträge der Tageszeitungen (siehe unsere Chronik) waren in Kopie an Tafeln ausgehängt und fanden reges Interesse.

Als mit (noch) „akademischer” Verspätung die zunächst letzten Gäste eintrafen, wurde das eigens angefertigte Plakat gemeinsam über dem Hoftor der Brahmsstraße 12 aufgehängt. Das Haus liegt ziemlich genau gegenüber der Stelle, wo der neue Eingang zum St. Marienkrankenhaus hin verlegt werden soll.

So ganz prima klappte die Plakat–Anbringung im ersten Anlauf nicht. Das wurde jedoch später nachgebessert. Das große Poster (3,5 m × 90 cm) kann auch vom Krankenhaus aus hervorragend gelesen werden .

Für unsere Leser mit eingeschränkter Sicht: Das Plakat trägt zweizeilig die Aufschrift „Kein Krankenhaus–Eingang in der Brahmsstraße!” und darunter in deutlich kleinerer Schrift die Adresse dieser Website.

Danach stellte Ferdinand Bauer im Hof kurz die Bürgerinitiative, die aktuelle Lage, unsere Befürchtungen und Standpunkte vor. Die vorwiegende Sorge gilt den ungeklärten Verkehrsfragen, dem erhöhten Verkehrsaufkommen und dem unvermeidlichen Verlust von Parkplätzen.

Trotz mehrfacher Anfragen und Nachfragen wurde uns von Walter Semmler, dem Direktor des Krankenhauses, leider bisher kein Gesprächstermin angeboten. Selbstverständlich war er zu dem Termin auch eingeladen worden, es erschien jedoch nicht einmal ein Vertreter. Das fanden die Besucher weniger gut - zumindest eine Rückmeldung oder ein Hinweis auf eine angespannte Terminlage wären ein deutlich positiveres Signal gewesen.

Dr. Rüdiger Koch, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat 3 (Nordend), war unserer Einladung freundlicher Weise gefolgt. Auf dem zweiten Foto des Abschnitts sehen Sie ihn im Gespräch mit Ferdinand Bauer.

Dr. Koch fasste für die Besucher die bisherigen Ereignisse und die Standpunkte der verschiedenen Interessensgruppen (soweit bekannt) zusammen. Dabei betonte er einerseits, in welchen Punkten er anderer Meinung sei als die Bürgerinitiative, versicherte aber gleichzeitig sein Verständnis für das Anliegen und bot vermittelnde Unterstützung an.

Im Anschluss stand er den besorgten Bürgern noch für Fragen zur Verfügung. Kurzum, so wünscht man sich die Vertreter im Ortsbeirat - besten Dank!

Bernhard Maier - der Fraktionsvorsitzende der Grünen - und Christa Ehrhardt (stellvertretende Ortsvorsteherin, CDU) waren leider verhindert, ließen uns das jedoch vorab per E-Mail wissen.

 
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Der Stand der Dinge

Durch den Vortrag von Dr. Koch erhielten die Anwohner einige zusätzliche Informationen.

Den beiden Krankenhäusern bleibt anscheinend gar nichts anderes übrig, als die Richard Wagner–Straße ebenerdig zu bebauen, da der Unterschied in der Höhe der Geschosse keine sinnvolle Alternative zulässt. Damit ist die Sperrung der Straße für den Verkehr nachvollziehbar. Das wurde bei einem Termin bekannt, den drei Vertreter des Ortsbeirats bei den Krankenhäusern hatten.

Im Zug des Projekts „Vernetzte Plätze” im Nordend wird der Bereich beim Spielplatz umgestaltet werden. Dies geschieht jedoch Parkplatz–neutral. Zwei Plätze werden in der Brahmsstraße entfallen und zwei in der Nordendstraße (östlicher Teil) hinzu kommen.

Unbestritten ist jedoch, dass durch die Umbaumaßnahmen der Krankenhäuser etliche Parkplätze entfallen werden. Ebenso ist klar, dass es regulären Durchgangsverkehr in der Brahmsstraße geben wird, wenn der Eingang zum Marienkrankenhaus dorthin gelegt werden wird.

Denkbar ist, dass ein Teil der Stellplätze in der geplanten Tiefgarage des Marienkrankenhauses den Anwohnern angeboten wird - allerdings zu einem Preis von wahrscheinlich nicht unter 100,- € im Monat. Die Gäste werfen ein, das sei im Vergleich zu den Kosten für einen Bewohner–  Parkausweis schwer zu tragen, vor allem für Einkommens–schwache Anwohner, die auf ein Auto angewiesen sind.

Das indirekt zitierte Argument des Direktors vom Marienkrankenhaus, der Eingang sei in der Brahmsstraße aus innerbetrieblichen Gründen nötig, stieß auf wenig Verständnis. Immerhin wurde der Eingang 1961 in den Neubautrakt verlegt, sodass die „Laufwege” seit 48 Jahren auf den aktuellen Eingang optimiert wurden. Das soll nun plötzlich anders sein?

Eine Verlegung des Krankenhaus–Eingangs an die Ecke zwischen Brahmsstraße und Richard Wagner–Straße konnten sich die Anwohner jedoch gut vorstellen, zumal sich dieser Bereich sehr angenehm gestalten ließe - und werbewirksam wegen des Blicks von der Nibelungenallee aus.

 
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Wie geht es weiter?

Auf dem Treffen wurden die ersten Unterschriften gesammelt. Sie sollen zeigen, dass sich viele Anwohner für das Thema interessieren. Einige Anwohner haben es übernommen, weitere Unterschriften verhinderter Besucher einzusammeln, oder haben ihre Kontakte zu den Medien (Tageszeitungen, Fernsehen) angeboten.

Der nächste wichtige Schritt ist die kommende Sitzung des Ortsbeirats am Donnerstag, dem 18. Juni 2009. Bei dieser letzten Sitzung vor der Sommerpause sollten möglichst viele interessierte Bürger erscheinen!

Selbstverständlich werden wir uns weiter um einen Gesprächstermin mit Walter Semmler, dem Leiter des Marienkrankenhauses, bemühen. Informationen aus erster Hand sind die besten Informationen. Spekulationen bringen nicht viel. Wir gehen davon aus, dass ihm von unserem Plakat zumindest berichtet werden wird.

Wichtig ist natürlich der Kontakt zur Presse. Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser - da wird sich niemand etwas vormachen - ist ein „großes” Thema und wird von jedem akzeptiert. Dazu gehört jedoch auch, die betroffenen Bürger bei so gravierenden Maßnahmen einzubeziehen, wenn es sich um Details und Konsequenzen dreht. Das fand bisher nicht statt und ist nicht gut.

 
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